Die Grundidee

Der gemeinnützige Förderverein „Lebens-t-raum“ Schwetzingen hat für das Areal der Tompkins-Baracks in Schwetzingen einen Projektentwurf vorgestellt, in dem versucht wird, für die gesellschaftlichen Probleme und Anforderung an die Gesellschaft in den nächsten 10 bis 20 Jahren eine realisierbare Antwort zu geben.

IMG_8843Ausgehend von der Fragestellung „welche Probleme bis zu den Jahren 2025-30 kommen auf die Stadt Schwetzingen (auch auf die Gesellschaft insgesamt) zu und wie könnte sie diesen begegnen?“ wird der Gedanke des Mehrgenerationenwohnens – einschl. Integration und Inklusion – auf die gesamte Fläche von ca. 37 ha als Mehrgenerationenstadtteil projiziert.
Grundlage sind die Gebäude des Kasernenareals, die als Wohnungen, Büros und Gemeinschaftsräume genutzt werden sollen, verbunden mit einem sozialen und gesellschaftlichen Netzwerk wie Sozialstation, Krankenwohnungen, Gemeinschaftseinrichtungen, Gästezimmer, Begegnungs- und Sportbereiche u.a.
Ein sogenanntes „Demenzdorf“ soll integriert werden. Kindertagesstätte und Kindergarten, eine Gemeinschaftsschule sowie ein Campus sind vorgesehen.

Ein Großteil der restlichen Fläche soll für Wohnungen und Gewerbebetriebe vorgehalten werden, die vor allem den Gedanken des arbeitsnahen Wohnens bzw. wohnungsnahen Arbeitens zu realisieren anstreben und auch Arbeitsplätze für Behinderte und Asylsuchende vorhalten.

IMG_8893Sozialverträglichkeit, Ökologie und Umweltschutz sind Voraussetzungen aller Entscheidungen. So werden auch die bereits vorhandenen Naturflächen nicht nur erhalten, sondern noch erweitert. Das angrenzende Naturschutzgebiet des NABU wird in den Planungen berücksichtigt.
Derzeitig streben wir einen Finanzplan an, der vorsieht, das Kasernengelände wird vom Bund (BIMA) bzw. der Stadt Schwetzingen dem Verein Schwetzinger Lebens(t)raum in Erbpacht überlassen.
Dieser gründet eine gemeinnützige Genossenschaft. Die Mieter können sich in die Genossenschaft einkaufen und so den Mietzins reduzieren. Die Miete wird sozialverträglich ab etwa 6 €/m² angesetzt, so dass sich auch sozial schwache Personen und Familien hier einmieten können. Die Genossenschaft ist nicht Gewinnorientiert.

Miteinander – Füreinander

wohnen – arbeiten – lernen – genießen

Ausgangspunkt der Überlegungen des Fördervereins sind die denkmalgeschützten Hauptgebäude mit ca. 20.000 qm nutzbarer Wohnfläche. Die sinnvolle Umgestaltung und Nutzung erfordert vergleichsweise geringe finanzielle Mittel. Die wichtigsten Gebäude befinden sich nämlich in einem vor kurzem sanierten, guten Zustand.
Die alten Kasernen können mit ein wenig Phantasie zu neuem Leben erwachen und traditionellen, wie alternativen Wohnformen Raum geben. Wer in seinen vier Wänden allein sein will, kann das tun. Es gibt aber die Möglichkeit, nur vor die Tür zu gehen, um Anderen zu begegnen und Wahlverwandtschaften anzuknüpfen und es gibt Interessenten, die konkrete Vorstellungen an neuen Wohnformen haben.

Andere wollen einfach nur vorsorgen und bewusst ein Beziehungsgeflecht knüpfen. Und es gibt in Schwetzingen und Umgebung noch viele, die noch gar nicht wissen, welche Chancen sie hier haben.
Junge Familien sind von weit her. Sie bringen keine Oma und keinen Onkel mit. Sie wollen aber auch mal ins Theater, ins Kino, chic essen oder auch mal ohne Kinder in die Sauna. Da ist es gut zu wissen, der ältere Herr von nebenan, den kann ich fragen. Der schaut gern mal nach den Kindern. Und die Nenntante ein Stock tiefer, die spielt gerne Halma oder Schach.
Helfen und geholfen bekommen ist das Bindeglied aller, die in diesem Mehrgenerationendorf wohnen – arbeiten – lernen – genießen.

Dazu werden von Anfang an auch Voraussetzungen geschaffen wie behindertengerechter Zugang zu allen Wohnungen und Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenwohnungen, Räume für private Nutzung bei Feiern, oder auch für Sport- und Musikräume und vieles mehr.

Das Tompkins-Areal bei GoogleMaps >>


Grundforderungen an das Gesamtprojekt >>